Seit den Terroranschlägen von New York ist eine Veränderung der Kommunikation von Politikern festzustellen, die unpopuläre Entscheidungen zu mehr statlicher Kontrolle und Überwachung versuchen mit in Watte gepackten Formulierungen zu verkaufen. Spätestens seit der Zensurdiskussion um Stoppschilder im Internet ist im Hinblick auf die Aussagen und Formulierungen von Politk und Presse bei mir die Sensibilität stark gestiegen. Trotzdem fällt es mir oft schwer die hinter den getätigten Aussagen liegende Wahrheit zu erkennen. Zumal die Seite, die Wahrheiten nicht direkt kommunizieren möchte, diese mit immer wieder neuen Wortkonstrukten zu verschleiern versucht. Hier will jetzt ein neues, im März online gegangenes Blog Abhilfe schaffen:
Was steckt dahinter, wenn Politiker eine “ergebnisoffene Beratung” anbieten? Warum bezeichnet man Folter als “umstrittende Verhörmethoden”? Warum heisst die Mautbrücke und nicht z. B. Kontrollpunkt? Was ist der inzwischen so viel zitierte, berühmte “rechtsfreie Raum”?
neusprech.org gibt eine Interpretation dieser Begriffe die sehr aufschlussreich sein kann. Zwei Beispiele:
Gefährder
Im staatlichen Sinne jemand, von dem eine Gefahr ausgeht, vor allem eine terroristische. Klingt bedrohlich. Tatsächlich aber ist jemand gemeint, gegen den es keine gerichtsfesten Beweise gibt, den man daher nicht anklagen und nicht verurteilen kann und der nach bisherigem Rechtsverständnis unschuldig ist. Was G. eigentlich sind, sagt niemand. Möglicherweise Fast-Verdächtige. Zumindest aber Menschen, die es zu beobachten und zu überwachen gilt.
Gefährder, potenzieller
Steigerungsform. Ein Mensch, der noch nicht zum G. geworden ist, es aber werden könnte. Gegen den aber schon jetzt “Maßnahmen” ergriffen werden sollen. Potenzieller G. kann jeder sein. Immerhin kann von jedem Bürger in der Zukunft eine Gefahr ausgehen. So etwas nennt man in anderen Zusammenhängen einen Generalverdacht.
Die Einträge werden laufend ergänzt, damit ist das Blog ist ein echtes “must-have” für den rss-reader!
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