Herzlichen Glückwunsch, das ist ja mal ne Meldung. Nachdem Dresden seinen Status als Weltkulturerbe aberkannt wurde, wurde auf der selben Konferenz mein liebstes Erholungsgebiet, das Wattenmeer an der Deutschen Bucht, in die Liste des Weltnaturerbe aufgenommen. Nur die Hamburger und Dänemark waren nicht an dem Titel interessiert.
Mit der Entscheidung steht das Wattenmeer damit auf einer Stufe mit so exotischen Naturwundern wie dem Great Barrier Reef vor Australiens Küste, den Galapagos-Inseln im Pazifik oder dem Serengeti-Nationalpark in Tansania. Das Gebiet umfasst die Küste von den Niederlanden, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Dänemark und Hamburg hatten sich nicht an der Bewerbung beteiligt.
Hamburg will nachziehen
Sehr interessant ist dabei der ursprüngliche Rückzieher der Hamburger bei der Bewerbung. Diese gucken jetzt dumm aus der Wäsche und möchten nun auch ihren Teil des Wattenmeeres nach nominieren. Ob das jedoch klappen wird, ist bei Hamburgs Plänen rund um die Elbvertiefung wohl mehr als fraglich. Stellt dieser Eingriff in das Flussbett doch eine nicht zu kalkulierende Gefahr für das Ökosystem der Flussmündung und damit (nicht nur) für den hamburgischen Teil des Wattenmeeres dar.
Auch wenn solche Titel den Titelträgern vordergründig erst einmal nichts bringen, wäre es doch erfreulich, wenn durch die Auszeichnung als UNESCO-Weltnaturerbe mehr Menschen auf diese unsägliche Maßnahme aufmerksam würden und es Hamburg vielleicht zum Umdenken brächte. Das wäre ein Gewinn, sowohl für die Natur, als auch für den Steuerzahler. Denn der soll die Vertiefung zahlen, damit sich die Hamburger Pfeffersäcke Kaufleute eine noch goldenere Nase verdienen können, während die Niedersachsen und Schleswig-Holsteiner mit den ökologische Folgen kämpfen dürfen.
Fehlende Vernetzung der Vertiefungsgegner?
Wo ich schon beim Thema Elbvertiefung bin, muss ich mal ein wenig Kritik an die Gegner der Maßnahme los werden: Als im Süden lebender Norddeutscher finde ich es ziemlich schwierig, mich über das Internet zum Thema Elbvertiefung auf dem Laufenden zu halten. Googelt man nach dem Stichwort “Elbvertiefung” gibt es zwar unzählige Seiten und Infos, aber die sind so unübersichtlich, das es schwierig ist einen Überblick zur aktuellen Lage zu bekommen. Warum bündelt Ihr das nicht in einem gemeinsames Internetportal? Zum Beispiel wie es der AK Zensur und der AK Vorrat machen. Ich denke, das wäre ein gutes Mittel, eine noch größere Öffentlichkeit herzustellen und auf aktuelle Entwicklungen hinzuweisen. Ausserdem hätte ich eine zentrale Seite, die ich zum Thema verlinken könnte
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Oder gibt es so eine vielleicht Seite schon und ich habe sie nur nicht gefunden? Dann sollte man aber schleunigst eine Suchmaschinenoptimierung durchführen. Linkempfehlungen zu bestehende Seiten können gerne als Kommentar hinterlassen werden.
via: rhein-zeitung.de
via: tagesschau.de



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